Liebe Leserinnen und Leser,

wir werden alle nicht jünger – NA UND! Runde Geburtstage sind etwas Besonderes und schön. Zwei Offenbacher Institutionen können auf 100 Jahre zurückblicken – gegründet in schwierigen Zeiten gegen Ende des Ersten Weltkrieges 1917. Die Zäsur des Zweiten Weltkrieges, wenn auch mit Beschädigungen überstanden zu haben, zeichnen das Deutsche Ledermuseum und das Haus für Stadtgeschichte (ehemals Heimatmuseum) aus.

Irrungen und Wirrungen, Umzüge, Personalienwechsel – alles was zu einem erfolgreichen „Leben“ gehört, haben die beiden Häuser erlebt. Denen, die sich immer um den Erhalt und die Weiterführung bemühten, ist nicht genug zu danken. Ist das Ledermuseum Herberge einer weltweit einzigartigen Sammlung, so fungiert das Haus der Stadtgeschichte als Gedächtnis der Stadt Offenbach, zugleich aber mit wechselnden Ausstellungen auch als Kunstvermittler. Nicht zu vergessen, die umfangreiche Grafische Sammlung.

Beiden Häusern ist zu wünschen, dass sie trotz spärlicher Mittel und teilweise verweigerter Anerkennung (Warum heißt die S-Bahnstation nur lakonisch Ledermuseum? Und wie wäre es mal mit einer Auguste-Rivoir-Straße? sic.) weiterhin ihre Arbeit erfolgreich fortführen können. Aber erstmal Glückwunsch und Dank an alle MitarbeiterInnen. Ein Besuch lohnt sich allemal, es muss ja nicht immer gleich der Louvre oder die Eremitage sein.

Der Offenbach Post sei zum 70-Jährigen gratuliert, 20 Jahre Interkulturelle Woche – auch bemerkenswertes Engagement Offenbacher BürgerInnen und nicht zuletzt 10 Jahre Kickers-Fan-Museum! Und vor fünfzig Jahren wurde die erste „Automaten Emma“ (Frischdienst Tag- und Nacht-Verkaufsstelle) der Bundesrepublik in der Bieberer Straße eröffnet, mit immerhin 500 Artikeln.

Das 25. Mut &Liebe Magazin erscheint im Dezember und wir bedanken schon mal im Voraus bei allen Leserinnen und Lesern für ihr Interesse und bei den UnterstützerInnen und Inserenten, die jede weitere Ausgabe ermöglichen.

Eine Empfehlung noch: In unserer Nachbarstadt findet vom 6. bis 9. September das 2. Golden Tree International Documentary Film Festival statt, 4 Tage, 6 Kontinente, 24 Nationen, 29 Filme. Info: www.goldentreefestival.com

Viel Lesevergnügen wünscht

Thomas Lemnitzer und das Mut&Liebe Team

 

Liebe Leserinnen und Leser,

'Das coolere Frankfurt – OFFENBACH' so betitelte das JOURNAL FRANKFURT seine Ausgabe im Mai. Im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt sind ganze Straßenzüge aus Offenbach zu Gast und ein fachkundiges Publikum interessiert sich für unser Geheimrezept zur "Arrival City". (sehenswert noch bis zum 10. September)

Ja, Offenbach ist 'ganz okay' (so der Titel des Deutschen Pavillons auf der Internationalen Architekturausstellung in Venedig 2016) und cool – das finden wir auch. Aber wie entwickelt sich die Stadt weiter? 10.000 neue Wohnungen entstehen zur Zeit, die Umbrüche sind in den Stadtteilen spürbar. Jenseits der Offenbacher Liebligsbaustelle und Wohlfühloase mit 'Meeresblick' Neuer Hafen, haben wir uns diesmal zum Thema 'Wohnen in Offenbach' umgeschaut.

Übrigens die poetische Windwelle im Hafen von Franziska Möbius zu den Kunstansichten war eine gemeinsame Aktion von Galerie Artycon, Thomas Lemnitzer und Mut&Liebe. Wir finden sie passt ganz hervorragend ins Ambiente und würde als dauerhafte Installation den Ort bereichern. (Vielleicht erreichen wir auf diesem Weg interessierte Sponsoren.)

Dann noch einen schönen Sommer, viel Spaß mit Mut&Liebe und wir sehen uns bei
• dem Mainuferfest (24. / 25. Juni)
• 108 Sonnengrüßen auf der Hafentreppe (23. Juli)
• Rad/Wein & Gesang (28. / 29. Juli)
und nicht zuletzt beim stimmungsvollen Lichterfest im Büsingpark am 12. August.

Eine gute Zeit.
Petra Baumgardt, Wolfgang Malik, Alexander Knöß

 

 

Liebe Leserinnen und Leser, 

wussten Sie schon, dass in Offenbach....

 … Doggybag, eines der ersten Indielabels, in den 80ern gegründet wurde.

… Smudo von den Fantastischen Vier geboren wurde.

… die besten Saiten der Welt seit über 200 Jahren von der Firma Pirastro hergestellt werden.

… die legendäre Punkband „SEX PISTOLS“ im „Kolbenfresser“ in der alten Schlesinger-Fabrik auftraten?

Die Liste lässt sich noch weiter fortführen. Es wird schnell klar, dass man zum Thema Musik und Offenbach ganze Bücher schreiben könnte. Wir haben einige Akteure der Offenbacher Musikszene getroffen und wie immer spannende Gespräche geführt. Diesmal also Musikstadt Offenbach!

Auch eine Idee zur Identität Offenbachs. Oder was ist besonders typisch für unsere Stadt?

Schicken Sie uns doch dazu Ihre Vorschläge und Gedanken: "Mein Herz schlägt für Offenbach weil…" an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Nach Leder-, Wetter- und Kreativstadt finden wir vielleicht den treffenden gemeinsamen Nenner.

Nach unserem gelungenen 5 Jahre Mut&Liebe Fest im Februar laden wir Sie aktuell besonders zu unseren Mut&Liebe Events im Rahmen der Kunstansichten ein. Im Hafenbecken präsentieren wir die poetische Installation 'Windwelle' von Franziska Möbius.

Die Boxhalle im Hafen 19 wird zum authentischen Ausstellungsraum für Fotografien zum Thema Hafen, Nordend und Boxsport. (von Miguel Graetzer, Rainer Golembiewski, Nicolas Carbenay, Thomas Lemnitzer). Safiye Can, Dichterin und Bestsellerautorin, liest zur Eröffnung am Fr. 21. April aus ihren Werken. Absolut sehens- und hörenswert! 

Dann noch viel Spaß mit der aktuellen Mut&Liebe Ausgabe

Petra Baumgardt, Wolfgang Malik, Alexander Knöß

Liebe Leserinnen und Leser,

"Nie wieder Krieg", darin waren sich in Europa nach 1945 alle einig. Ob und wie dies die einst
jahrhundertelang verfeindeten Nachbarn schaffen würden, war keineswegs sicher. Die Grenzen
in den Köpfen und auf den Landkarten waren noch deutlich definiert. Von Frankreich, Polen,
Spanien und dem Rest der Welt hatte Deutschland keine großen Sympathien zu erwarten.


Heute, 2016, feiert Offenbach 60 Jahre Europapreis und Städtepartnerschaft mit der französischen
Stadt Puteaux. In besonderer Anerkennung der Förderung des Europagedankens würdigte
der Europarat 1956 die beiden Städte als erste mit diesem Preis. Bereits 1952 gab es Kontakte zwischen den Bürgermeistern und Jugend- und Sportbegegnungen.

Heute bestehen persönliche Kontakte, Freundschaften und wirtschaftliche Beziehungen zu insgesamt
13 Partnerstädten. Der stabile Frieden in Europa ist letzendlich auch das Ergebniss des
Engagements vieler, einzelner Menschen, die aufeinander zugehen.


Wir haben gelernt, dass es gemeinsam funktionieren kann und trotz vieler Mühen und mancher
Diskrepanzen gibt es auch keine Alternative.


Bleibt zu hoffen, dass Offenbach demnächst auch wieder die Austauschschülerinnen und Schüler
aus Japan begrüßen kann, die in diesem Jahr wegen der Terroranschläge in Europa ihren Besuch abgesagt haben.

Wir wünschen allen ein friedliches 'Restjahr' und viel Spaß mit 'Mut&Liebe'.

Petra Baumgardt, Alexander Knöß, Wolfgang Malik

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

"Literatur, da wird mir übel.....", das war gestern, oder genauer Nina Hagen 1978. In Offenbach hat Literatur und Poesie aktuell eine Heimat gefunden. Frank Witzel ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2015 zum Beispiel oder Safiye Can (u. a. Else Lasker-Schüler-Lyrikpreis 2016 und Preis für aufrechte Literatur 2016). Sie hat sogar mit dem Nischenprodukt "Lyrik" bundesweiten Erfolg. Beide sind bekennende Offenbacher und eine ganze Reihe Autoren lassen sich hier inspirieren. Wir stellen einige von ihnen in unserem Schwerpunktthema vor.

Offenbach als Stadt des Buchdrucks, der Druckmaschinen und Typografie hat eine lange, literarische Tradition. Unter anderem Spohie von La Roche, Bettine von Arnim und auch Gertrude Guillaume-Schack fanden hier ein ideales, tolerantes Klima. (Genaueres zu diesen interessanten Frauen finden Sie im gerade erschienenen Buch "Frauen prägen Offenbach - auf Spurensuche durch drei Jahrhunderte").

Ganz poetisch ist auch unser erster Mut&Liebe Lyrikkalender geworden, mit Lyrik von Safiye Can und Fotografien von Rainer Golembiewski. Im beliebten Mut&Liebe Jahreskalender präsentieren wir u. a. die Gewinnerfotos des Fotowettbewerbs "Main Blick auf OF".

Dann viel Spaß beim Lesen, schöne Feiertage und ein gutes. friedliches neues Jahr.

Petra Baumgardt, Wolfgang Mallik, Alexander Knöß

und das ganze Mut&Liebe-Team!

 

(Der Mut&Liebe Kalender 2017 (je 10,- €) gibt es auch unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!!)

 

 

 

 

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

es hat gequalmt, gestunken und eine rote Brühe schwamm im Main. Mitten im Stadtgebiet Offenbachs zwischen Innenstadt und Bürgel lag einer der fünf größten Chemiestandorte Hessens. Eigentlich kann man froh sein, dass die Produktion hier beendet wurde. Die einst 'lebenslang' sicheren Arbeitsplätze gab es schon länger nicht mehr und die letzten 70 Arbeiter kämpften 2009 vergeblich gegen die Schließung.

Nun ist alles 'platt gemacht', die riesigen Industrieanlagen abgebaut, verschrottet oder ins Ausland verkauft. Ein paar denkmalgeschützte Zeitzeugen sind übrig geblieben, ebenso wie die Hinterlassenschaft von 170 Jahren Chemieproduktion im Boden und im Wasser. Das endgültige Sanierungskonzept des Regierungspräsidenten soll in diesem Jahr vorliegen.

Und dann kann es endlich losgehen: 35ha freie Fläche, zentral und sogar landschaftlich schön gelegen, mitten im Rhein-Main- Gebiet könnte ein Glücksfall für die Stadtentwicklung werden. Wir werfen einen Blick auf das traditionsreiche Gelände und die Pläne für die postindustrielle Zukunft.

Im Hafen Offenbach hat die Zukunft schon begonnen. Der ehemalige Industriehafen hat sich zum hippen Wohngebiet für die ganze Region entwickelt. Am So. 31. Juli laden wir wieder dorthin ein, zu unserem jährlichen Yoga-Event, zusammen mit Samana Yoga. Mit Blick auf die Skyline von Frankfurt praktizieren wir hier bereits zum 4. Mal 108 Sonnengrüße auf der Hafentreppe. (Infos unter: //samanayoga.de/).

Vorher sehen wir uns beim traditionellen Mainuferfest, am 18. und 19. Juni 2016.

Dann wünschen wir einen schönen Sommer und viel Spaß mit 'Mut&Liebe'.

Petra Baumgardt, Alexander Knöß, Wolfgang Malik

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